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Pressemitteilung: Internetpolitik für die Menschen machen

Internetpolitik für die Menschen machen
Verein “Digitale Gesellschaft” will für klügere Netzpolitik sorgen

Berlin, 13.4.2011 – E-Mails, Facebook, Smartphones und das Internet gehören zum Alltag fast aller Menschen in Deutschland. Doch um die Netzpolitik ist es trotz Anstrengungen und einiger Erfolge nach wie vor schlecht bestellt, sagt Markus Beckedahl, Gründer von netzpolitik.org, dem bekanntesten deutschen Politikblog. Er ist der Vorsitzende des neuen Vereins “Digitale Gesellschaft e.V.” mit Sitz in Berlin. “Die heutige Netzpolitik ist schlecht, sie orientiert sich nicht an den Interessen der Nutzer und schadet oft mehr als sie nützt”, sagt Markus Beckedahl. Firmen und Staat könnten derzeit oft machen, was sie wollen, ohne dabei auf die Nutzerinnen und Nutzer Rücksicht zu nehmen. Die Nutzer fragten sich bei der Internetpolitik zu Recht, warum diese so sei wie sie derzeit ist.

Der neu gegründete Verein “Digitale Gesellschaft” will hier nun Abhilfe schaffen: Die Digitale Gesellschaft soll Druck auf die politischen Akteure ausüben”, erklärt Markus Beckedahl auf der Blogger-Konferenz re:publica in Berlin mit über 3.000 Teilnehmern. Unter dem Motto “#Warum?” hat Digitale Gesellschaft e.V. dort eine Mitmach-Kampagne gestartet, bei der Internetnutzer an Politik und Wirtschaft Fragen zur Netzpolitik und Bürgerrechten stellen können.

Schwerpunkte des Vereins sind die Aufklärung über geplante politische Vorhaben und das Eintreten für digitale Bürgerrechte. “Wir wollen Menschen unterstützen, damit sie für ihre Interessen gezielter und wirkungsvoller eintreten können”, sagt Markus Beckedahl. “Das kann mit Aktionen geschehen, für die wir ihnen mit Informationen und Instrumenten zur Seite stehen.”

Dabei ist nicht nur die deutsche Politik im Visier der Internetaktivisten. Gerade die Europäische Union verabschiedet immer wieder Gesetze, die alle Internetnutzer betreffen. Dies betrifft zum Beispiel die anstehende Überarbeitung der Datenschutzrichtlinie oder die Maßgaben für die Netzneutralität im Internet. Und auch Unternehmen verhielten sich immer wieder problematisch.

“Wir können zwar auf eine engagierte Community für digitale Bürgerrechte aufbauen, betreten aber auch Neuland. Wir freuen uns darauf, da wir wissen, wie kreativ und kompetent die Internetnutzerinnen und -nutzer sind, wenn sie zusammenarbeiten”, erklärt Beckedahl. “Für uns ist klar: die Menschen sollen Politik und Unternehmen sagen, was sie wollen. Die Digitale Gesellschaft wird das Engagement mit Instrumenten, Aktionen, Informationen sowie Lobby- und Pressearbeit unterstützen.”

Pressekontakt:
Für Rückfragen jeder Art steht der Verein unter der E-Mailadresse presse@digitale-gesellschaft.de zur Verfügung. Interviewanfragen und Gesprächstermine werden ebenfalls über diese E-Mailadresse zeitnah koordiniert. Mehr dazu unter Presse.

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Praktikum bei der Digitalen Gesellschaft

Wir suchen ein bis zwei motivierte Praktikantinnen oder Praktikanten, die mit uns die Digitale Gesellschaft mit aufbauen wollen. Wir bieten einen spannenden Einblick, wie Netzpolitik funktioniert und helfen im Rahmen des Praktikums, die eigenen Aktivistenfähigkeiten auszubauen.

Du verfolgst seit einiger Zeit netzpolitische Themen und hast vielleicht schon politische Erfahrung gesammelt? Du bist fit im Umgang mit sozialen Medien und kannst kreativ mit Computern arbeiten? Du kannst PHP oder Javascript programmieren, oder hast Erfahrung in der Nutzung von Video-, Grafik- oder Audiosoftware? Du erklärst gerne komplizierte Zusammenhänge und bist dabei in der Lage, diese auch verständlich rüber zu bringen? Du hast schon politische Kampagnen gemacht oder eine Menge Ideen?

Wenn Du einige dieser Fragen beantworten konntest und Lust auf ein Praktikum in Berlin hast, dann bewirb Dich bei uns. Schick Deine Bewerbung und einen kurzen Text über Deine Motivation an info (ett) digitalegesellschaft punkt de. Uns interessieren nicht deine Zeugnisse, sondern was Du bisher an Erfahrung gesammelt hast, was Du in einem Praktikum lernen willst und warum Du gerade bei uns drei bis sechs Monate Zeit verbringen möchtest.

Als Vergütung können wir im Moment 200300 Euro / Monat bezahlen. Dafür bieten wir flexible Arbeitszeiten, viele Freiheiten, spannende Einblicke in den Aufbau einer NGO und eine abwechslungsreiche Zeit jenseits von Kaffee kochen und kopieren.

Update 17.4.:Wir wollen keine unbezahlten Praktika anbieten, deswegen haben wir zum Start des Verein beschlossen, 200 Euro pro Monat aus eigener Tasche anzubieten. Sobald der Verein eigene Gelder zur Verfügung hat, werden wir diese Vergütung auch erhöhen. Wir orientieren uns dabei an den Richtlinien von Fairwork e.V. – deswegen haben wir diese jetzt auf mindestens 300 Euro erhöht. Weitere Spenden sind gerne willkommen.

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#Warum?

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