Sonder-Newsletter zur Abstimmung um Netzneutralität im EU-Parlament

Liebe Freundinnen und Freunde,

am kommenden Donnerstag, den 3. April, stimmt das EU-Parlament in einer
ersten Lesung über die neue Telekommunikationsverordnung ab. Dabei geht
es um die Zukunft der Netzneutralität und um den Erhalt eines offenen
Netzes. Es bleibt nur noch ein Tag, die Abgeordneten daran zu erinnern,
nicht zwei Monate vor der EU-Wahl das freie und offene Internet
abzuschaffen!

Nach dem bisherigem Vorschlag würden die Drosselkom-Pläne der Deutschen
Telekom bald in ganz Europa erlaubt sein. Das wollen wir verhindern und
ein offenes Netz erhalten.

Für die Abstimmung am kommenden Donnerstag gibt es noch Hoffnung. Es
wurden Änderungsanträge von Sozialdemokraten, Liberalen, Grünen und
Linken eingebracht, die einen Schutz der Netzneutralität garantieren.
Befürworter der Netzneutralität müssen für die Änderungsanträge 234-246
stimmen.

Eine Mehrheit ist zum greifen nahe, wenn wir es schaffen, dem zu
erwartenden Lobbyismus der Telekom-Industrie mit unserer
SaveTheInternet.eu Kampagne etwas entgegen zu setzen. Dafür brauchen wir
Deine Unterstützung. Jede Kontaktaufnahme zu unseren deutschen
EU-Abgeordneten, vor allem aus den Reihen der CDU/CSU und FDP, hilft
mit, eine Mehrheit für Netzneutralität zu schaffen.

Geht auf SaveTheInternet.eu, schickt Faxe, E-Mails und ruft Eure
Abgeordneten an! Befürworter der Netzneutralität müssen für die
Änderungsanträge 234-246 stimmen.

http://www.savetheinternet.eu/de/

Gemeinsam können wir die Netzneutralität schützen!

Der Einsatz für Netzneutralität kostet viel Zeit und Geld, vor allem für
das, was hinter den Kulissen passiert, das Erklären gegenüber Politik
und Medien. Und die Debatte geht noch weiter, die kommende Abstimmung
ist nur die erste große Hürde. Durch eine Spende oder eine
Fördermitgliedschaft kannst Du uns dabei unterstützen.

https://digitalegesellschaft.de/unterstuetzen/
https://digitalegesellschaft.de/foerdermitglied/

Wenn wir keine Mehrheiten für diese Änderungsanträge 234-246 bekommen,
sieht es nach einem Freifahrtsschein für Telekom-Konzerne aus, die dank
ungenauer Definitionen viel Narrenfreiheit erhalten, um das Internet
nach ihren Wünschen Richtung Zweiklassen-Netz und Kabelfernsehen umzubauen.

Theoretisch kann man das noch auf dem weiteren Gesetzesprozess
verhindern, aber es wird für uns viel schwieriger und aufwändiger gegen
die Lobby-Heere von Telekom & Co zu bestehen als jetzt die richtigen
Regeln in der ersten Lesung zu setzen.

Viele Grüße,

Dein Digitale Gesellschaft e.V.

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