67. Netzpolitischer Abend: Eine kritische Auseinandersetzung mit „Smart City“

Einmal im Monat bringt der Digitale Gesellschaft e.V. netzpolitisch Interessierte und Aktive in der c-base in Berlin zusammen. In kurzen Vorträgen stellen interessante Menschen spannende Themen, Projekte, Initiativen und Kampagnen aus der Weite des Politikfeldes Netzpolitik vor. Die inhaltliche Bandbreite ist ebenso hoch wie der Praxisbezug, weshalb die Veranstaltung sowohl bei netzpolitischen Einsteigern als auch bei Erfahrenen beliebt ist. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, andere Aktive kennenzulernen und bei Mate oder Bier ins Gespräch zu kommen. Die Netzpolitischen Abende finden an jedem ersten Dienstag im Monat ab 20 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Den nächsten Netzpolitischen Abend gibts am Dienstag, den 05. Dezember, wie immer ab 20 Uhr in der c-base. Dieses Mal gibt es einen Schwerpunkt zum Diskurs über die digitale Stadt und um eine kritische Auseinandersetzung mit „Smart City“.

Programm:

Leon Kaiser, netzpolitik.org
Anforderungen an eine demokratische Smart City

Annette Mühlberg, ver.di
Gemeinwohl und demokratische IT-Infrastruktur

Walter Palmetshofer, Open Knowledge Foundation Deutschland
“Mei Stadt is ned deppat” – zivilgesellschaftliche Initiativen auf
kommunaler Ebene

Katalin Gennburg, MdA Fraktion DIE LINKE, Sprecherin für Smart City
Ein Blick auf die Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung «Die smarte Stadt neu denken. Wie urbane Technologien demokratisiert werden können» von Francesca Bria und Evgeny Morozov

Organisatorisches:
Ihr findet die c-base in der Rungestraße 20, 10179 Berlin. Einlass ist wie immer ab 19:15 Uhr, los geht’s um 20 Uhr, selbstverständlich auch im Stream unter http://c-base.org. Der Eintritt ist frei.

Hashtag:
Der Hashtag für den nächsten Abend ist #npa067 – gebraucht ihn gerne und reichlich, auch für Feedback und Fragen, wenn ihr nicht vor Ort sein könnt.

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Rückblick
Am 07. November fand unser 66. Netzpolitischer Abend statt. Für diejenigen unter Euch, die nicht live dabei sein konnten, gibt es hier die Videos zum Nachschauen:

Benjamin befasst sich mit der Einwilligung im Datenschutz. Die Einwilligung ist eines des wichtigsten Mittel, um die Verarbeitung der eigenen personenbezogenen Daten zu kontrollieren. Gleichwohl gibt ist das Instrument der Einwilligung auch mit einigen Nachteilen behaftet, die Benjamin in seinem Vortrag aufzeigt. Beispielsweise liegt einer Einwilligung nicht in jedem Fall eine wirklich bewusste Willensäußerung zugrunde. Häufig gibt es auch nicht die Möglichkeit, nur teilweise oder bis zu einem bestimmten Maß in eine Datenverarbeitung einzuwilligen. Vor diesem Hintergrund formuliert Benjamin seine Definition des Einwilligungsparadox.

Knut Perseke arbeitet für die Open Knowledge Foundation. Mit der Datenschule betreut er dort ein Bildungsprogramm zum Thema Daten und Technologien. Ziel der Datenschule ist die Förderung der digitalen Alphabetisierung. Das Projekt offenesparlament.de, welches die Datenschule in Zusammenarbeit mit abgeordnetenwatch.de entwickelt hat, will Debatten im Plenum des Bundestages sowie die Verbindung zwischen Themen und Akteuren sichtbar und verständlich machen. Die Open Knowledge Foundation hat dazu ein Tool entwickelt, um über einfache Filter die Protokolle des Bundestags zu durchsuchen. Mehr unter offenesparlament.de

Matthias Heeder hat in diesem Jahr gemeinsam mit Monika Hielscher den Film „Pre-Crime“ gedreht. Die Dokumentation beleuchtet die systemgesteuerte Verbrechensprävention, die auch als „Predictive Policing“ bezeichnet wird. Dabei prognostizieren Algorithmen auf der Grundlage von personenbezogenen Daten etwa aus sozialen Netzwerken, wann, wo und durch wen in naher Zukunft Straftaten begangen werden könnten. In Chicago, London oder München kommen solche Systeme bereits zum Einsatz. Für ihren Dokumentarfilm sind die beiden Regisseure um die halbe Welt gereist und haben Menschen getroffen, die jeden Tag mit diesen Technologien arbeiten. Außerdem sprachen sie mit Betroffenen, denen „Predictive Policing“ zum Verhängnis wurde. Über diese Begegnungen und über die Herausforderungen, auf die er im Zuge des Filmes gestoßen ist, berichtet Matthias in seinem Talk. Mehr Infos zum Film findet Ihr unter precrime-film.de

Gero stellt das Internet Governance Forum (IGF) vor und kündigt außerdem eine Veranstaltung des IGF am 15. November an. www.intgovforum.org/

Janik Besendorf gibt einen kurzen Einblick in das Aktionsbündnis Endstation gegen den Pilotversuch zur Gesichtserkennung am Berliner Bahnhof Südkreuz. Er lädt zum Aktionstag am 27. November ein. Das Bündnis richtet dabei im Bahnhof Südkreuz eine Kundgebung aus und macht an diversen Ständen und mit kreativem Protest auf den Überwachungstestlauf „Sicherheitsbahnhof Südkreuz“ aufmerksam. Für mehr Infos könnt ihr ihre Website endstation.jetzt/ besuchen.

Alle anderen Videos unserer Netzpolitischen Abende findet Ihr auf unserem Youtube-Channel.

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