52. Netzpolitischer Abend

Einmal im Monat bringt der Digitale Gesellschaft e.V. netzpolitisch Interessierte und Aktive im Hackerspace c-base in Berlin zusammen. In kurzen Vorträgen stellen interessante Menschen spannende Themen, Projekte, Initiativen und Kampagnen aus der Weite des Politikfeldes Netzpolitik vor: Von DDoS-Attacken als Instrument des politischen Widerstands über selbstorganisierte Internetcafes für Geflüchtete bis zur aktuellen Lage der EU-Verhandlungen zur Netzneutralität. Die inhaltliche Bandbreite ist ebenso hoch wie der Praxisbezug, weshalb die Veranstaltung sowohl bei netzpolitischen Einsteigern als auch bei Erfahrenen beliebt ist. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, andere Aktive kennenzulernen und bei Mate oder Bier ins Gespräch zu kommen. Die Netzpolitischen Abende finden an jedem ersten Dienstag im Monat ab 20 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Der nächste Netzpolitische Abend findet am Dienstag, 06. September, wie gewohnt um 20 Uhr, in der c-base in Berlin statt.

Programm

Andre Meister – Das neue BND-Gesetz: Alles, was der BND macht, wird einfach legalisiert. Und sogar noch ausgeweitet.

Julia KloiberPrototype Fund

Koalition Freies Wissen – Wahlprüfsteinaktion Berlin

Alexander Sander – Regeln für Netzneutralität stehen fest – Und nun?

Isabel Skierka – #wir #müssen #reden – das Internet Governance Forum Deutschland am 9. September

Anlässlich der bevorstehenden Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus lädt das Bündnis Freie Bildung ab 18 Uhr dazu ein, mit Vertreter*innen verschiedener Parteien zum Thema offene digitale Bildung ins Gespräch zu kommen.

Im Vorprogramm des Netzpolitischen Abends der Digitalen Gesellschaft fragen wir u.a. in der moderierten Podiumsdiskussion:
Was sind die aktuellen Pläne Berlins zur digitalen Bildung in den Bereichen Schule, außerschulische Bildung und Hochschule? Welche Rolle spielt z.B. das ambitionierte Projekt zu Open Educational Resources, das der Berliner Senat 2015 angestoßen hat? Wo sind die Herausforderungen? Und was hat sich bewährt? Welche konkreten Ideen vertreten die verschiedenen Partei dazu?

Mehr dazu hier.

Organisatorisches
Ihr findet die c-base in der Rungestraße 20, 10179 Berlin. Einlass ist wie immer ab 19:15 Uhr, los geht’s um 20 Uhr, selbstverständlich auch im Stream unter http://c-base.org. Der Eintritt ist frei.

Hashtag:
Der Hashtag für den nächsten Abend ist #npa052 – gebraucht ihn gerne und reichlich, auch für Feedback und Fragen, wenn ihr nicht vor Ort sein könnt.

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Rückblick

Am 2. August fand unser 51. Netzpolitischer Abend statt. Für diejenigen unter Euch, die nicht live dabei sein konnten, gibt es hier die Videos zum Nachschauen:

Gene addresses the rapid acceleration of machine learning research and its interaction with our increasingly digitized society. AI systems are finally crossing over into the mainstream, powering most of the core services of the internet and social media, spilling over into nontraditional contexts like art, economics, gaming, and even policing. There is more urgency than ever for the tools of the trade to be made accessible to activists, journalists, and citizen scientists to reorient the field towards creative, democratic, and altruistic goals. This talk will present a number of recent art projects elucidating impressive new techniques coming from scientific research and introduce https://ml4a.github.io, an in-progress collection of practical resources to educate and empower the general public to understand and use these new tools for themselves and their communities.

Anstatt dem Bundesnachrichtendienst klare Schranken zu setzen, will die Bundesregierung mit ihrer BND-Reform bisher illegale oder fragwürdige Praktiken legalisieren. Die Pläne gehen so weit, dass auch Journalisten und andere sonst geschützte Berufsgruppen durch die Massenüberwachung im Ausland erfasst werden sollen. So könnte der BND zum Beispiel die gesamte New York Times überwachen, wenn dadurch die „Handlungsfähigkeit Deutschlands“ gewahrt bliebe. Daniel Moßbrucker von Reporter ohne Grenzen erläutert, warum die Pläne ein Angriff auf die Pressefreiheit weltweit sind und wie die Organisation mit einem internationalen Bündnis versuchen will, die Pläne noch zu stoppen. Reporter ohne Grenzen hatte den BND schon 2015 wegen Verletzung des Fernmeldegeheimnisses verklagt.

In this short talk, Theresia will present the documentary and media project „Information. What are they looking at?“ dealing with privacy and surveillance but also with their connection to global hierarchies. Leaving the filter-bubble and providing information and explanation in
easily understandable, accessible and inclusive format(s) is the goal of Theresias work.

Im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses wurde in den letzten Wochen über die Einführung einer weitreichenden Videoüberwachung diskutiert. Hintergrund sind sogenannte „kriminalitätsbelastete Orte“, die sicherer gemacht werden sollen. Wetter hat die Debatte aktiv mitverfolgt und stellt in seinem Vortrag die Positionen und den Verlauf der Verhandlung vor. Dürfen Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung im Namen der Sicherheit massiv eingeschränkt werden? Sollen an öffentlich zugänglichen Orten wie dem Späti oder dem Restaurant Videoaufzeichnung und Gesichtserkennung zur Anwendung kommen?

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Alle anderen Videos unserer Netzpolitischen Abendende findet Ihr auf unserem Youtube-Channel.

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  1. Infoletter No 1 | Prototypefund - 31. August 2016

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