Den ersten Netzpolitischen Abend des Jahres veranstalten wir am 3. Februar 2026. Wir freuen uns, Euch nach der Winterpause wieder an Bord der c-base zu begrüßen. Und für alle, die nicht dabei sein können, streamen wir die Veranstaltung wie gewohnt auf Peertube, wo die Mitschnitte dann auch archiviert werden.

Wir haben diesmal (nur) zwei Vorträge, die dafür etwas ausführlicher und detaillierter ausfallen werden: Seit über einem Jahrzehnt immer wieder gefordert, beschlossen und von diversen Gerichten wieder gestoppt: Der „Zombie“ Vorratsdatenspeicherung wird uns im kommenden Jahr beschäftigen und wir freuen uns auf einen Vortrag zum Stand der Dinge von Franziska Görlitz.

Plötzlich ist das Konto gesperrt, und damit die Arbeitsgrundlage für einen Verein genommen, der politische Arbeit leistet, die in anderen Staaten nicht gewollt ist? Schien undenkbar bei uns, hat die Rote Hilfe aber genau so erlebt und der Bundesvorstand berichtet über „Debanking“ und die solidarischen Reaktionen darauf.

Und wie gewohnt haben wir ein paar Kurzvorstellungen von aktuellen Projekten, um den Abend abzurunden.

Vorratsdatenspeicherung ante portas – Franziska Görlitz (GFF)

Anlässlich des kurz vor Weihnachten veröffentlichten Entwurfs zu einer „IP-Adressspeicher-Pflicht“ wird Franziska Görlitz von der Gesellschaft für Freiheitsrechte einen Überblick über die Geschichte der Vorratsdatenspeicherung in Deutschland, insbesondere vor Bundesverfassungsgericht und EuGH geben und den aktuellen Entwurf in die nun existierenden Vorgaben einordnen.

Re:Banking – Rote Hilfe

Im Dezember wurde der Roten Hilfe e.V. (RH) und Anderen die Konten gekündigt. Gegen die Sparkasse konnte die RH im Eilverfahren erstinstanzlich erfolgreich klagen und die GLS steht unter Druck und sollte sich als soziale Bank hinter eine antifaschistischen Zivilgesellschaft stellen. Das Debanking hat über Weihnachten Hunderte aktiviert ein Netzwerk zu bauen und auch den 39c3 geprägt. 
Der Bundesvorstand der Roten Hilfe wirft einen Blick zurück und schaut mit uns in eine Zukunft, in der Resilienz gegen Repression und Faschismus entscheidend wird.


Kurzvorträge

Update zur Chatkontrolle – Konstantin Macher

Inzwischen ein Klassiker auf unseren Netzpolitischen Abenden: DigiGes-Vorstandsmitglied Konstantin berichtet zum aktuellen Stand des Gesetzentwurfs, der inzwischen im Trilog angekommen ist.

Cables of Resistance (Kurzvorstellung)

Vom 10. – 12. April findet in Berlin erstmalig die Bewegungskonferenz statt, die sich selbst folgendermassen beschreibt: „Wir sind Bewegungen und antikapitalistische Aktivist_innen, die eine Vielfalt an Widerstandsformen gegen Big Tech praktizieren. Wir wollen interessierte Menschen, Aktivist_innen und Bewegungen zusammenbringen, uns vernetzen und lokale Kämpfe verbinden. Wir wollen unser Problemverständnis vertiefen, uns über notwendige Aktionsformen austauschen, gemeinsam Strategien entwickeln und den Widerstand vorantreiben.“

Der Ticketvorverkauf läuft: https://cableresist.de/de/

Digital Independence Day (Kurzvorstellung)

Sehr niedrigschwellige Angebote zum Wechsel von Big-Tech hin zu freieren, demokratiefreundlichen Alternativen. Entweder mit Hilfe der „Rezepte“ auf der Homepage oder bei zahlreichen Veranstaltungen. Viele davon jeweils am ersten Sonntag des Monats (DI.Day).

Hier unser ausführlicher Blogartikel dazu.

Wer Windows den Rücken kehren möchte und (eigentlich schon lange) zu Linux wechseln möchte ist bei End of 10 gut aufgehoben

Auch dazu haben wir ein Blogartikel aus dem letzten Jahr.

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