Den nächsten Netzpolitischen Abend gibt’s am Dienstag, den 3. November 2020 ab 20 Uhr, live aus der c-base, jedoch weiterhin nur als Stream. Den Stream verlinken wir an dieser Stelle und auf unserem Twitteraccount @digiges. Fragen an die Vortragenden könnt ihr über Twitter unter dem Hashtag #npa099 stellen.

Einmal im Monat bringt die netzpolitische Organisation Digitale Gesellschaft e.V. netzpolitisch Interessierte und Aktive auf der c-base in Berlin zusammen. In kurzen Vorträgen stellen interessante Menschen spannende Themen, Projekte, Initiativen und Kampagnen aus der Weite des Politikfeldes Netzpolitik vor. Die inhaltliche Bandbreite ist ebenso hoch wie der Praxisbezug, weshalb die Veranstaltung sowohl bei netzpolitischen Einsteigern als auch bei Erfahrenen beliebt ist. Die Netzpolitischen Abende finden an jedem ersten Dienstag im Monat ab 20 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Rückblick

Sarah Lincoln: Exportschlager Staatstrojaner?

Vom 6.-8. Oktober durchsuchte die Staatsanwaltschaft München I zahlreiche Geschäftsräume des Münchener IT-Unternehmens FinFisher und ihrer Partnerfirmen. Auslöser war eine Strafanzeige der Gesellschaft für Freiheitsrechte und weiterer Organisationen. Der Verdacht: Illegaler Export von Überwachungssoftware in die Türkei. Dort wurde der von FinFisher produzierte Staatstrojaner FinSpy zur Überwachung von Journalist*innen und Oppositionellen eingesetzt. Sarah Lincoln beleuchtet das Firmengeflecht um die FinFisher GmbH und berichtet über die Hintergründe der Strafanzeige.

 

Benjamin Bergemann : Datenschutz digitaliseren

Datenschutz schützt unsere Grundrechte bei der Digitalisierung. Die Umsetzung des Datenschutzes ist dagegen kaum digitalisiert: Excel-Listen, inkomaptible Software und Handarbeit bestimmen die Praxis
des Datenschutzes. Warum ist das ein politisches Problem? Wie könnte ein digitalisierter Datenschutz aussehen? Was sind erste Schritte dahin?

 

Patrick Breyer: Uploadfilter 2.0? Update aus den geheimen Verhandlungen zum EU-Terrorfilter

Uploadfilter? Nicht mit uns! Nach den Protesten zur Urheberrechtsreform hatte die Bundesregierung dieses Versprechen abgegeben. Ein Blick hinter die Kulissen der geheimen Verhandlungen zur EU TERREG-Verordnung beweist allerdings das Gegenteil: Der Vorschlag der deutschen Ratspräsidentschaft sieht erneut Anordnungen automatischer Uploadfilter vor. Diesmal gegen den Terror. Der Europaabgerodnete der Piratenpartei, Patrick Breyer, berichtet aus den Hinterzimmer-Verhandlungen und erklärt, wie sich der Gesetzesvorschlag doch noch abwenden ließe.

Organisatorisches

Los geht’s um 20 Uhr im Stream. Den Link geben wir kurz vorher über Twitter (#npa099) und auf dieser Seite bekannt.

Hashtag

Der Hashtag für diesen Abend ist #npa099, gebraucht ihn gerne und reichlich. Wir werden Fragen und Anmerkungen in der Moderation einbinden und an die Vortragenden weitergeben.

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