Netzpolitischer Abend

Monatliches Treffen der digitalen Zivilgesellschaft in Berlin.
Einmal im Monat bringt der Digitale Gesellschaft e.V. netzpolitisch Interessierte und Aktive in der c-base in Berlin zusammen. In kurzen Vorträgen stellen interessante Menschen spannende Themen, Projekte, Initiativen und Kampagnen aus der Weite des Politikfeldes Netzpolitik vor. Die inhaltliche Bandbreite ist ebenso hoch wie der Praxisbezug, weshalb die Veranstaltung sowohl bei netzpolitischen Einsteigern als auch bei Erfahrenen beliebt ist. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, andere Aktive kennenzulernen und bei Mate oder Bier ins Gespräch zu kommen. Die Netzpolitischen Abende finden an jedem ersten Dienstag im Monat ab 20 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Den nächsten Netzpolitischen Abend gibts am Dienstag, den 05. Dezember, wie immer ab 20 Uhr in der c-base.

Programm:

Das Programm folgt in Kürze.

Organisatorisches:
Ihr findet die c-base in der Rungestraße 20, 10179 Berlin. Einlass ist wie immer ab 19:15 Uhr, los geht’s um 20 Uhr, selbstverständlich auch im Stream unter http://c-base.org. Der Eintritt ist frei.

Hashtag:
Der Hashtag für den nächsten Abend ist #npa067 – gebraucht ihn gerne und reichlich, auch für Feedback und Fragen, wenn ihr nicht vor Ort sein könnt.

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Rückblick
Am 07. November fand unser 66. Netzpolitischer Abend statt. Für diejenigen unter Euch, die nicht live dabei sein konnten, gibt es hier die Videos zum Nachschauen:

Benjamin befasst sich hier mit der Einwilligung im Datenschutz, welche die Verarbeitung der auf sich selbst bezogenen Daten kontrolliert. Er klärt, wieso die Einwilligung zu kritisieren ist, beispielsweise, dass die Einwilligung nicht einer freien Willensäußerung entspricht und sie sprachlich schwer zu verstehen ist. Folgend bringt er seine Definition vom Einwilligungsparadox zum Ausdruck, die darauf basiert, dass die Einwilligung trotz der Kritikpunkte eine prominente Rolle im Datenschutz spielt.

Knut Perseke arbeitet für die Open Knowledge Foundation, welche sich für Offene Daten und Transparenz einsetzt. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit der Datenschule: Ein Bildungsprogramm zum Thema Daten und Technologien mit dem Ziel, die Digitale Alphabetisierung voranzubringen. HIerbei wollen sie Wissensaufbau unterstützen und Debatten schärfen.Das Projekt offenesparlament.de basiert auf der Fragestellung, über was im Bundestag eigentlich debattiert wird. Die Open Knowledge Foundation hat dazu ein Tool entwickelt, um über einfache Filter die Protokolle des Bundestags zu durchsuchen. Mehr unter: https://offenesparlament.de

Matthias Heeder hat dieses Jahr mit seiner Frau den Film „Pre-Crime“ herasusgebracht, der von der Systemgesteurerten Verbrecherprävention handelt. Diese Methode wird „Predictive Policing“ genannt. HIerbei wird prognostiziert, wann und wo ein Verbrecher zuschlägt, indem ein Polizeicomputer dafür mit persönlichen Informationen, die wir täglich freiwillig im Internet preisgeben, gefüttert wird. In Chicago, London oder München arbeitet die Polizei längst mit der Analyse von Big Data – die beiden Regisseure Monika Hielscher und Matthias Heeder sind für ihren Dokumentarfilm um die halbe Welt gereist und haben Menschen getroffen, die jeden Tag mit der Technologie zu tun haben bzw. sie weiterentwickeln. Sie sprachen unter anderem auch mit Menschen, die Opfer von „Predictive Policing“ wurden. Matthias erzählt hier über seine eigenen Erfahrungen und Herausforderungen, die ihm während des Filmens begegnet sind. Mehr Infos zu dem Film unter: http://precrime-film.de

Gero stellt das IGF (Internet Governance Forum) vor und thematisiert dessen Besonderheiten, welche beispielsweise darin bestehen, dass dem IGF viele unterschiedliche, einflussreiche Stakeholder angehören. Er kündigt die Veranstaltung des IGF am 15. November an, die eine Voranmeldung vorraussetzt und diverse Panels umfasst. Anschließend stellt er die beiden Pre-Events vor, unter anderem eine Debatte zwischen Markus Beckedahl und Wolfgang Kleinwächter. Zuletzt lädt er noch zu der Power Shifts Veranstaltung in der Konrad-Adenauer-Stiftung von Irads international ein. https://www.intgovforum.org/

Janik Besendorf stellt das Aktionsbündnis Endstation gegen Gesichtserkennung am Berliner Bahnhof Südkreuz vor. Er lädt zum Aktionstag am 27. November im Bahnhof Südkreuz ein, der aus einer Kundgebung, diversen Ständen und kreativen Protest Möglichkeiten zum Pilotprojekt „Sicherheitsbahnhof Südkreuz“ besteht. Die Aktivisten vom Aktionsbündnis Endstation finden das Pilotprojekt unwissenschaftlich und glauben, dass es nur zur Legitimation von Überwachungsmaßnahmen dient. Für mehr Infos könnt ihr ihre Website https://endstation.jetzt/ besuchen.

Alle anderen Videos unserer Netzpolitischen Abendende findet Ihr auf unserem Youtube-Channel.